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Da fängt man an Bücher zu schreiben. Die Bücher stehen plötzlich in Regalen. Dann bekommt man Anfragen für Lesungen und freut sich sehr und sagt zu allem JA. Und plötzlich fährt man kreuz und quer in der Weltgeschichte herum, packt nur noch Koffer ein und aus und merkt, dass man droht zu einem Vorlesemonster zu mutieren… Ein ereignisreicher Herbst liegt also hinter mir.

Ich las auf wunderschönen Bühnen …

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In traumhaften Sälen…

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Und in nicht so traumhaften…

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braunschweig

Ich bin zurück aus Braunschweig, habe tolle Kollegen und Kolleginnen kennengelernt und in vielen Schulen gelesen. In der Oswald Berkhan Schule durfte das Lila Monster in der großen Pause bei der Sekretärin mit den Lila Haaren sitzen, während ich eine Führung bekommen habe. Die schönsten Vorhänge gibt es Hinter der Masch – und sehr nette Kinder. In der Grundschule Diesterwegstraße kam Lorenz zu mir.

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Der Heizkörper arbeitet wieder. Mein Kopf auch. Ich bin viel unterwegs, packe den Koffer ein und wieder aus, hatte eine schöne Zeit mit Peter Fuschelberger vom Literaturhaus Salzburg und Schülern im Gymnasium Saalfelden, die aus ihren Texten gelesen haben. Im Tauernbahnmuseum in Schwarzach St. Veit durfte ich wieder in einem Bahnhof lesen. Ich liebe alte Bahnhöfe. Nächsten Sonntag Vormittag bin ich mit der Piratenschiffgäng in Lingenau. George Nussbaumer wird Barti Blu und den anderen wilden Gesellen seine tiefe Stimme leihen. Das wird ein besonderes Vergnügen. Dann fahre ich nach Braunschweig zur Kinder- und Jugendbuchwoche. Da fällt mir ein: In Braunschweig stand ich einmal am Bahnsteig und merkte, dass ich meinen Laptop nicht bei mir hatte. Der ICE fuhr ein und der Schweiß brach aus und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich ließ den Zug – für den ich ein Sparticket hatte – fahren, nahm mir ein Taxi und fuhr zurück nach Wolfenbüttel, wo mein Laptop in einem Chinarestaurant lag. Mit dem Taxi schaffte ich den letzten Zug nach Hause, zu einem horrenden Preis. Also, denkt dran: Immer alles mitnehmen.

Schreibtisch September 2016 besser

90 000 Bücher erscheinen jährlich auf dem deutschsprachigen Markt. In wenigen Tagen werden es 90 003 sein – so ungefähr halt. Wenn ich mir vorstelle, wieviel Arbeit hinter jedem dieser Bücher steckt, wird mir drümlig (eigentlich schade, dass es dieses Wort nur im Dialekt gibt). Ich wünsche euch einen guten Herbstanfang. Vielleicht habt ihr Lust nächsten Sonntag Vormittag, 10.September, in den Bahnhof Andelsbuch zu kommen. Dort lese ich zur Einstimmung auf den Schulanfang aus „Pfeffer, Minze und der Schule“. Illustrationen an der Wand wird’s auch geben, ein lila Monster und meine Neuerscheinungen: „Sunny Valentine – Von Zirkuskanonen und elefantösen Notfällen“ und „Die Piratenschiffgäng“.

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Als ich noch unterrichtet habe, erfand ich ein Schulgespenst, dem die Kinder ihre geheimsten Geheimnisse in Briefen anvertrauten. Als Egidius Flattermann Polterknecht habe ich jeden Nachmittag manchmal 25 Briefe beantwortet. Viele der ehemaligen Kinder sprechen heute noch von Egidius. Viele wünschten sich die Geschichten in einem Buch. Dieses Buch ist vor drei Tagen erschienen. Ich widme es allen Kindern, die Egidius zwischen 1991 und 2010 Briefe geschrieben haben, um ihre Sorgen und Ängste loszuwerden oder aus purem Spaß. Weil Briefeschreiben Spaß macht. Und, ihr glaubt es kaum, auf Papier fast noch mehr. DANKE!

Brighton 1

Queen Viktoria

Verdammte Franzosen. Verdammte Indianer. Verdammte Iren. Verdammter Großonkel. Der dritte George in Folge. Der hatte sich lieber in seinem Seebad vergnügt, anstatt sich um die Kolonisten in Übersee zu kümmern. Die Stimmung dort drüben war ohnehin schon angeheizt, musste er auch noch Extrasteuern einführen.

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Palais 2

Palais 1

Im Frühling bin ich viel gereist. Ich durfte lesen in Palästen und Scheunen, in Buchhandlungen, Gärten und Zügen. Jetzt sitze ich wieder am Schreibtisch und denke mir Sachen aus. Bald erscheint eine neue Geschichte von Sunny und eine neue Geschichte von Pfeffer und ich freue mich auf die 5. Kinderbuchmesse „Buch am Bach“ in Götzis, wo ich nur eine halbe Stunde hinfahren muss, jeden Tag drei Lesungen habe und viele Leute treffe.

Kommt doch vorbei! Lasst uns im Foyer am Stehtisch einen Kaffee trinken und eine Brezel essen. Bisschen plaudern und so.

 

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Ich habe eine Reise nach Eisenstadt gemacht zur Verleihung des österreichischen Kinder und Jugendbuchpreises. Dort wurde „Am Ende der Welt traf ich Noah“ in die Kollektion aufgenommen. Ich habe viele interessante Autorinnen getroffen. Es ist schön, die Menschen hinter den Namen kennenzulernen, die ich schon lange nur von Buchdeckeln kenne.

Jutta Treiber, hier in der ersten Reihe in der Mitte, schreibt nicht nur großartige Geschichten, sie zaubert einem permanent ein Lächeln ins Gesicht, wenn man in ihrer Nähe ist. Ihre Familie betreibt in vierter Generation in Oberpullendorf Das Kino nebenan. Ich würd‘ jede Woche hingehen, wenn ich nicht am anderen Ende des Landes wohnen würde.

Wir haben gut gegessen und getrunken …

Mit Lisa Blaser und Sabine Hildebrandt vom Loewe Verlag war ich im Weingut Sandhofer in Purbach. Wir bekamen eine Führung durch die Weinberge und haben besonders gute Weine kosten dürfen. Einige der Rebstöcke sind zum Glück vom Frost verschont geblieben.

Vom Verlag Luftschacht aus Wien wurden etliche Bücher ausgezeichnet. Trotzdem. Das Verlagsleben ist hart – wie das der Autoren, Illustratoren und Buchhändler. Dabei wäre es so einfach: Jedem sein Grüffelo!

Endlich weiß ich, wer Verena Hochleitner ist – auch eine begnadete Illustratorin. Hier links außen.

Im Taxi zur Lesung in der NMS Mattersburg (in der es viele sehr engagierte Lehrer und Lehrerinnen gibt) habe ich Christa Schmoiger und Renate Habinger (im gestreiften Rock) kennengelernt. Renate hat schon unzählige Preise gewonnen und ihre Illustrationen begleiten mich schon lange durch mein Leben, auch wenn ich nicht gewusst habe, wer dahintersteckt.

Ihre Name ist eng verbunden mit dem Kinderbuchhaus „Schneiderhäusl“. Gemeinsam mit anderen hat sie einen berufsbegleitenden Lehrgang zur Vermittlung von Kinderliteratur ins Leben gerufen. Das ist einzigartig in Österreich. Meldet euch an! Im Juli beginnt’s. Letzte Chance. Diese Logo ist übrigens auch von Renate Habinger.

Poet ohne Gesicht

Und der Blick in seinen Kopf ist ach so leer. Siehe, da weinen die Götter. Wen stell ich mir als nächstes vor die Tür?

Warum plagen wir einer den andern?
 Das Leben zerrinnt,
 und es versammelt uns nur einmal
 wie heute die Zeit.

Friedrich von Schiller. In Memoriam.

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Lesung ChickLit 1

Auf meinen Reisen treffe ich Jens, den Taxifahrer, der sich lieber mit Sechsjährigen eine Lesung anhört, als allein im Taxi zu warten. Ich treffe Gerald, den Schachspieler, der am Vorabend ein Turnier gewinnt und mich in aller Herrgottsfrühe von Kleinschule zu Kleinschule fährt. Ich begegne einem Bankangestellten, der lieber echte Fische fängt. Ich treffe im Zug zwei Sätzesammler, die jeden Morgen die gleiche Strecke fahren und sich mit Goethe, Rilke und Schnitzler die Zeit vertreiben. Einer davon betreibt die Plattform Bookreaders. Ich treffe Illustratorinnen, die herzerweichende Schicksale mit mir teilen. Ich treffe verkühlte Bestseller-Autoren. Ich esse Wildschwein und große Fische. Und immer wieder komme ich in wunderschöne Buchhandlungen. So wie in die Buchhandlung Chicklit in Wien und die Buchhandlung Plautz in Gleisdorf – 2010 bekam sie  bei der Leipziger Buchmesse den ‚Kinderbuchhandlungspreis für die kreativste Buchhandlung in Österreich‘ von der AVJ verliehen – zurecht. Leute, falls ihr in der Nähe seid: GEHT DORT HIN! Es lohnt sich.