Neuigkeiten

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Als ich noch unterrichtet habe, erfand ich ein Schulgespenst, dem die Kinder ihre geheimsten Geheimnisse in Briefen anvertrauten. Als Egidius Flattermann Polterknecht habe ich jeden Nachmittag manchmal 25 Briefe beantwortet. Viele der ehemaligen Kinder sprechen heute noch von Egidius. Viele wünschten sich die Geschichten in einem Buch. Dieses Buch ist vor drei Tagen erschienen. Ich widme es allen Kindern, die Egidius zwischen 1991 und 2010 Briefe geschrieben haben, um ihre Sorgen und Ängste loszuwerden oder aus purem Spaß. Weil Briefeschreiben Spaß macht. Und, ihr glaubt es kaum, auf Papier fast noch mehr. DANKE!

Brighton 1

Queen Viktoria

Verdammte Franzosen. Verdammte Indianer. Verdammte Iren. Verdammter Großonkel. Der dritte George in Folge. Der hatte sich lieber in seinem Seebad vergnügt, anstatt sich um die Kolonisten in Übersee zu kümmern. Die Stimmung dort drüben war ohnehin schon angeheizt, musste er auch noch Extrasteuern einführen.

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Palais 2

Palais 1

Im Frühling bin ich viel gereist. Ich durfte lesen in Palästen und Scheunen, in Buchhandlungen, Gärten und Zügen. Jetzt sitze ich wieder am Schreibtisch und denke mir Sachen aus. Bald erscheint eine neue Geschichte von Sunny und eine neue Geschichte von Pfeffer und ich freue mich auf die 5. Kinderbuchmesse „Buch am Bach“ in Götzis, wo ich nur eine halbe Stunde hinfahren muss, jeden Tag drei Lesungen habe und viele Leute treffe.

Kommt doch vorbei! Lasst uns im Foyer am Stehtisch einen Kaffee trinken und eine Brezel essen. Bisschen plaudern und so.

 

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Ich habe eine Reise nach Eisenstadt gemacht zur Verleihung des österreichischen Kinder und Jugendbuchpreises. Dort wurde „Am Ende der Welt traf ich Noah“ in die Kollektion aufgenommen. Ich habe viele interessante Autorinnen getroffen. Es ist schön, die Menschen hinter den Namen kennenzulernen, die ich schon lange nur von Buchdeckeln kenne.

Jutta Treiber, hier in der ersten Reihe in der Mitte, schreibt nicht nur großartige Geschichten, sie zaubert einem permanent ein Lächeln ins Gesicht, wenn man in ihrer Nähe ist. Ihre Familie betreibt in vierter Generation in Oberpullendorf Das Kino nebenan. Ich würd‘ jede Woche hingehen, wenn ich nicht am anderen Ende des Landes wohnen würde.

Wir haben gut gegessen und getrunken …

Mit Lisa Blaser und Sabine Hildebrandt vom Loewe Verlag war ich im Weingut Sandhofer in Purbach. Wir bekamen eine Führung durch die Weinberge und haben besonders gute Weine kosten dürfen. Einige der Rebstöcke sind zum Glück vom Frost verschont geblieben.

Vom Verlag Luftschacht aus Wien wurden etliche Bücher ausgezeichnet. Trotzdem. Das Verlagsleben ist hart – wie das der Autoren, Illustratoren und Buchhändler. Dabei wäre es so einfach: Jedem sein Grüffelo!

Endlich weiß ich, wer Verena Hochleitner ist – auch eine begnadete Illustratorin. Hier links außen.

Im Taxi zur Lesung in der NMS Mattersburg (in der es viele sehr engagierte Lehrer und Lehrerinnen gibt) habe ich Christa Schmoiger und Renate Habinger (im gestreiften Rock) kennengelernt. Renate hat schon unzählige Preise gewonnen und ihre Illustrationen begleiten mich schon lange durch mein Leben, auch wenn ich nicht gewusst habe, wer dahintersteckt.

Ihre Name ist eng verbunden mit dem Kinderbuchhaus „Schneiderhäusl“. Gemeinsam mit anderen hat sie einen berufsbegleitenden Lehrgang zur Vermittlung von Kinderliteratur ins Leben gerufen. Das ist einzigartig in Österreich. Meldet euch an! Im Juli beginnt’s. Letzte Chance. Diese Logo ist übrigens auch von Renate Habinger.

Poet ohne Gesicht

Und der Blick in seinen Kopf ist ach so leer. Siehe, da weinen die Götter. Wen stell ich mir als nächstes vor die Tür?

Warum plagen wir einer den andern?
 Das Leben zerrinnt,
 und es versammelt uns nur einmal
 wie heute die Zeit.

Friedrich von Schiller. In Memoriam.

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Lesung ChickLit 1

Auf meinen Reisen treffe ich Jens, den Taxifahrer, der sich lieber mit Sechsjährigen eine Lesung anhört, als allein im Taxi zu warten. Ich treffe Gerald, den Schachspieler, der am Vorabend ein Turnier gewinnt und mich in aller Herrgottsfrühe von Kleinschule zu Kleinschule fährt. Ich begegne einem Bankangestellten, der lieber echte Fische fängt. Ich treffe im Zug zwei Sätzesammler, die jeden Morgen die gleiche Strecke fahren und sich mit Goethe, Rilke und Schnitzler die Zeit vertreiben. Einer davon betreibt die Plattform Bookreaders. Ich treffe Illustratorinnen, die herzerweichende Schicksale mit mir teilen. Ich treffe verkühlte Bestseller-Autoren. Ich esse Wildschwein und große Fische. Und immer wieder komme ich in wunderschöne Buchhandlungen. So wie in die Buchhandlung Chicklit in Wien und die Buchhandlung Plautz in Gleisdorf – 2010 bekam sie  bei der Leipziger Buchmesse den ‚Kinderbuchhandlungspreis für die kreativste Buchhandlung in Österreich‘ von der AVJ verliehen – zurecht. Leute, falls ihr in der Nähe seid: GEHT DORT HIN! Es lohnt sich.

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Vor ein paar Tagen habe ich einen Brief vom Bundeskanzleramt bekommen. Da steht drinnen: Liebe Frau Kramer! Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Buch „Am Ende der Welt traf ich Noah“ in die Kollektion zum Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2016 aufgenommen wird …

Cover

Am 18. Jänner erscheint mein neues Kinderbuch, in dem es um den Schulanfang geht. In der Sendung „Kultur nach sechs“ auf Radio Vorarlberg wird es einen Beitrag geben. Danke Bettina Barnay.

Monster

Und ein Lila Monster erblickt das Licht der Welt. Es wird mich zu Lesungen begleiten.

Viele schöne Neuigkeiten im jungen Jahr: Habe heute Vormittag das Cover für Sunny Valentine Band 4 bekommen. Nina Dulleck hat sich wieder selbst übertroffen. DANKE! „Von Zirkuskanonen und elefantösen Notfällen“ wird im Sommer erscheinen. Vor einer halben Stunde habe ich die vierte Piratengeschichte einer neuen Serie fertiggeschrieben. Ich hatte viel Spaß mit der „Piratenschiffgäng“ und freue mich auf die Illustrationen vom genialen Zapf. „Am Ende der Welt traf ich Noah“ geht in die zweite Auflage und nächste Woche fahre ich im Schneegestöber nach Berlin zum Winterlesen in den Jurten. Danach beginne ich, einen neuen Roman zu schreiben. Danke allen, die mir dieses große Glück möglich machen.

Dez. 2015

Während der Weihnachtsfeiertage ist der Krieg in aller Härte weitergegangen, die Japaner lassen im Stillen Ozean die Sau raus, Hongkong ist gefallen, Manila ist gefährdet. Auf Näs haben wir wie gewöhnlich Weihnachten gefeiert, mit Essen in Massen und einem prachtvollen Weihnachtswetter, das Heiligabend mit dichtem Schneefall begann, so dass Bäume und Büsche am Ersten Weihnachtstag aussahen wie auf einer Weihnachtskarte. Das stärkste Gefühl vor Weihnachten war hier in Schweden in diesem Jahr heiße innige Dankbarkeit dafür, dass wir das Fest noch feiern können, wie wir es tun.“

Diese Zeilen schrieb Astrid Lindgren am zweiten Weihnachtstag 1941 in ihr Tagebuch, das soeben bei Ullstein erschienen ist unter dem Titel „Die Menschheit hat den Verstand verloren.“ Vielleicht gut zu wissen,, dass das immer schon so war. In jedem Jahrhundert. In jedem Jahrzehnt. In jedem Jahr. Trotzdem. Von all den Sprüchen, die mir im Advent umgehängt wurden, gefiel mir dieser am besten: „Fürchtet euch nicht“ Das hänge ich mir an die Wand. Das werde ich lesen, während ich schreibe und mich Zweifel überfallen. Es geht weiter…

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Bei Rotwein unter Kronleuchtern vor dem Kamin durfte ich aus „Noah“ lesen. Danke allen Besuchern, besonders aber Marie, Leonie, Valentina und Anna-Lena, sowie Margot Stummvoll-Winder von der Wohnwerkstatt Alte Schmiede. In so einem Ambiente wird jede Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis.