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Als ich gefragt wurde, ob ich für die neue Ausgabe der Vorarlberger Zeitschrift für Literatur etwas über die Industriegeschichte Vorarlbergs schreiben wolle, war mein erster Impuls: Ganz sicher nicht! Was interessieren mich Fabriken. Aber dann wurde mir klar, dass eine Fabrik meine Kindheit nachhaltig geprägt hat – nämlich die Elastisana. Die Werkbusse stießen ihren Dieselgeruch vor unserem Kinderzimmer aus. Die Stechuhren klackerten.  Gastarbeiterinnen palaverten, trugen Kopftücher, bunte Röcke und Hosen. Mittags heulte die Sirene. Aus der Kantine roch es nach Gulasch. Mit Hilfe der Fabrikuhr lernte ich die Zeit zu lesen. Jeden Montag verwandelte die ehrgeizige Betriebsfeuerwehr unsere Straße in ein Überschwemmungsgebiet. Eine Erinnerung nach der anderen fiel mir ein – ich habe sie gesammelt und aufgeschrieben. Nachzulesen sind meine Erinnerungen in V#35, der neuen Ausgabe der Vorarlberger Zeitschrift für Literatur. Am 10. Dezember lese ich daraus in der Stadtbibliothek in Dornbirn.